search instagram arrow-down

TRAMPELPFADE

Song des Monats

„Sie haben den Job. Sie sind engagiert“

Engagement – ein französisches Wort –  weit bekannt. Synonyme dafür gibt es zahlreich – Anwendungsgebiete allerhand. Ich kann jetzt auch Wörter wahllos, verbal durch die Luft schiessen, Wörter wie  Verpflichtung, Eifer, Hingabe oder nenn es „Ideen die sprießen“.  „Watt mutt, dat mutt“, sagen die Hamburger dann.
Begrifflichkeiten gibt es viele, ich persönlich nenne es „Tatendrang“.

Tatendrang ist uns von Geburt an in die Wiege gelegt worden. Kinder entdecken mittels dieser Eigenschaft eine ganze, zu ihren Füssen liegende neue  Welt.  Die einen erledigen damit  ihre Sorgen – andere pflanzen damit  ihre Chance
für  morgen…. oder übermorgen.

Tatendrang, das heißt :
Du übernimmst genau diesen Posten.
Du brennst für die eine Sache und sie wird Dich was kosten.
Du brennst für eine Sache und nimmst Zeit in Kauf.
Du agierst, als würdest Du ernten Millionen im Dauerlauf,
doch der Geldbeutel bleibt leer – das geht nun mal mit Engagement einher.
Du ackerst zwar mit einer Attitude, als würdest du damit reich, weißt aber,
dem ist nicht so und bist trotz dessen dazu bereit.
Weil Engagement auch für Menschlichkeit steht, welche Seite an Seite mit Güte geht.

Ja Kinder, entdeckt die Welt. Seid voller Tatendrang.

Und wie ist das als Erwachsener?

Erwachsen sein heißt, nach besten Kräften in seinem Teil der Welt darauf hinzuwirken,  den Idealen näherzukommen, ohne dabei aus den Augen zu verlieren, wie sie  tatsächlich ist. Würde ich jetzt also immer noch meine Tage damit verbringen, alles auf der Welt (und bitte entschuldigt meine Wortwahl)  scheiße zu finden, wäre das also ziemlich pubertär. Die Vorstellung, dass man  irgendwann zu alt für Ideale ist,
ist im Übrigen genauso wenig erwachsen –  sondern  träge und bequem. Schon Herbert Grönemeyer sang einst: „Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders“.

Das ehrenamtliche Engagement ist dabei die Königsdisziplin.
Warum? Na genau wegen den dahinterstehenden Charaktereigenschaften eines Menschen: Selbstlosigkeit, Warmherzigkeit, Güte.

Einige von Euch finden das jetzt vielleicht schnulzig, aber glaubt mir,
nur bis zu jenem Punkt in eurem Leben, an dem ihr selbst erkennt,
dass ein erfülltes Leben eben nicht durch „Nehmen“, sondern durch „Geben“ entsteht.      Erst wenn man den Wert dessen selbst durchlebt,
kann man in etwa checken was in meinem Kopf abgeht.

Das ehrenamtliche Engagement ist ein Seltenheitsphänomen geworden.  Uns Menschen wird in vielen Dingen suggeriert, wenn wir was leisten, dann haben wir eine Gegenleistung zu erwarten. Immer weniger Menschen tun Dinge einfach so.

„Jo, ich geb Dir was, aber ich will dann auch was zurückhaben…weil….naja, weil sonst bin ich ja hier voll der Gearschte.“ Es sind Massen an Menschen die so ticken und es werden immer mehr. Warum ist das so? Wie ist das passiert?
Was hat uns bloss so ruiniert. Was ist mit unserer Gutmütigkeit  – wird sie ausradiert?
Oder werden wir nur anders getrimmt, anders fokussiert? „Zeit ist Geld“ oder wie?

Warum ist ausgerechnet das Ehrenamt der Rationalisierung der Zeit zum Opfer gefallen?
Ich glaube, die Antwort liegt nicht nur in der vermeintlich fehlenden Zeit, sondern im Gefühl, dass Engagement nur ein Tropfen auf dem heißen Stein wäre.
Doch wie schon einst SUCH A SURGE rappten:

„Ja, es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn mit meiner Meinung bleib ich ja sowieso allein, doch wenn Dir stundenlang Wasser auf die Stirn tropft, wirst Du sehen es kann die Hölle sein“.

Hölle. Okay, das ist jetzt eher ein Gegensatz zum Ehrenamt, aber wir wissen ja: Die Welt existiert nur aufgrund eines natürlichen Gleichgewichts der Gegensätze.
Will man etwas verwirklichen, dann brauch man Tatendrang.
Man zeigt Engagement und Einsatz denn man glaubt daran.
Woran glaubt ihr? An euer Talent? An eure Kinder? An eine besser Welt?
An die nächste Lohnerhöhung? An das Amen in der Kirche?

Jeder glaubt an etwas und deshalb sollte man sich die Zeit nehmen und Raum schaffen,
seinem Tatendrang Platz zur Entfaltung überlassen und lähmender Gewohnheit sich entraffen. Man muss halt einfach machen.

Der eine zeigt Engagement, indem er mehr arbeitet als andere.
Der andere fährt eben Dienstagabend nach der Arbeit noch in ein Betreutes-Wohnen Heim und kümmert sich um die scheinbar Schwächeren. Ein Dritter hilft bei einem der vielen Platzfeste, die es hier in Zürich gibt und opfert sein Wochenende, um für zwei Tage Bier auszuschenken. Für lau. Unentgeltlich. Einfach so.
Weil er seinen Beitrag zu dieser Gesellschaft beisteuern möchte. Und das ist es auch, was Engagement letztendlich bedeutet. Etwas für die Gemeinschaft zu tun. Und wir sollten immer voran gehen und einfach machen… Das ist der erste Schritt in die Richtung, nicht davon paralysiert zu sein, dass die Welt nicht so ist, wie sie sein sollte. Think global – act local. Macht. Seid engagiert und voller Tatendrang.

Happy Vibes – Happy Life!

Bestes, Marnie

Kommentar verfassen
Your email address will not be published. Required fields are marked *

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: